Erdspeicher: Nur bei geeignetem UntergrundAnstatt den ganzen Speicher teuer zu bezahlen, wird auch versucht, das auf einem Baugrund vorhandene Material zu nützen.Ab einer Tiefe von 6 m ist die Temperatur konstant gleich der Jahresdurchschnittstemperatur an der Oberfläche. Eine Erdschicht von 6 m Dicke kann also jahreszeitliche Temperaturschwankungen isolieren. Im Sommer wird das Erdreich von der Abluft des Hauses auf 22o erhitzt, im Winter erwärmt das Erdreich dafür die Zuluft. Auf den ersten Blick scheint ein Erdspeicher nach John Hait sehr verlockend.Aus: Othmar Humm: Niedrig-Energie-Häuser - Theorie und Praxsis - ISBN 3-922 964-51-6 Seite 194 - 197 "Saisonspeicher macht Nullenergiehaus möglich". Doch leider ist auch dieses System mit Kosten verbunden. Rundherum und nach unten ist das System zwar mit der Erde billig isoliert, doch 100 mm Polystrol als Isolierung nach oben, macht allein 15.000.--DM für 300 m2. Dazu kommen noch erforderliche Studien über Tiefe und Strömungsgeschwindigkeit des Grundwassers, um festzustellen, ob ein bestimmter Baugrund überhaupt geeignet ist. Flußtäler mit einer typischen Grundwassergeschwindigkeit von mehreren Metern pro Monat sind auf jeden Fall nicht geeignet.
Zyklenfeste Bleiakkus kosten rund 400.--DM pro kWh Speicherleistung. Nach 1.000 mal Laden und Entladen sind diese kaputt. Nicht zyklenfeste Starterbatterien sind hingegen schon nach 100 Ladungen am Ende. 400.--DM durch 1.000 geteilt ergibt 0.40DM. Eine in einem Bleiakku gespeicherte kWh kostet somit 40 Pfennig für die Abnützung des Speichers. Somit als Saisonspeicher nicht sinnvoll. Diese Möglichkeit wird hier nur erwähnt, um die Kosten mit anderen Systemen vergleichen zu können. |

