Natürliches Licht

Das Schaubild auf der rechten Seite zeigt den sehr schlechten Wirkungsgrad der Umwandlung von Licht in Strom und anschließend wieder in Licht.

Dazu käme noch die Notwendigkeit der Speicherung, da künstliches Licht nur dann benötigt wird, wenn zuwenig natürliches Licht vorhanden ist. Allein nach dieser Energiebilanz ist natürliches Licht zu bevorzugen, solange es möglich ist. Doch das ist nicht der einzige Grund, der für natürliches Licht spricht. Es gibt Studien darüber, daß natürliches Licht für den Menschen gesünder ist als künstliches.

Doch wohin mit den Fenstern? Im vollen Tageslicht liefert ein Fenster auf jeden Fall genügend Licht, egal ob es nach Süden oder Norden zeigt. Doch um die Helligkeit der Abend- und Morgendämmerung voll auszunützen, müssen die Fenster in Richtung von Sonnenaufgang und -untergang orientiert werden. Um im Sommer das Licht der Abenddämmerung optimal zu nützen, sind Fenster nach West-West-Nord am besten geeignet. Im Winter wären diese aber eher ziemlich fehl am Platz. In dieser Jahreszeit ist das hellste Licht der Abenddämmerung Richtung Süd-West. Gleiches gilt für die Morgendämmerung. Es sind bloß alle Angaben von West auf Ost umzusetzen. Alle diese Fenster sollen natürlich auch noch sehr groß sein, damit viel Licht hereinkommt.

Es gibt nur zwei Methoden, um dieser Forderung nach möglichst viel natürlichem Licht nachzukommen. Ein Glashaus oder ein drehbares Haus mit großen Fensterflächen in Richtung Sonne. Ein Glashaus kommt in Konflikt mit anderen Zielsetzungen. Wärmedämmung, wohin mit den Möbeln, wenn es nur Fenster gibt und andere Probleme. Damit scheidet das Glashaus als mögliche Lösung für möglichst viel natürliches Licht aus. Übrig bleibt die drehbare Variante mit großen Fensterflächen in Richtung Sonne.

Drehbar in Richtung Sonne, gab es diese Forderung nicht schon im letzten Kapitel? Stimmt! Bei der Planung ist es ideal, wenn zwei verschiedene Probleme die gleiche Lösung verlangen.
 
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