2 Phasen UmrüstungUm die riesige Menge an unterschiedlichen Energieverbrauchern an die Sonnenenergie umzugewöhnen, wäre ein Energieträger ideal, welcher heute schon eine gute Infrastrukur hat. Dies trifft auf Strom zu. Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose, und es ist vom Verbraucher nicht zu unterscheiden, ob hinter der Steckdose ein Wasserkraftwerk, ein AKW, eine braunkohlebetriebene Dreckschleuder, ein Windgenerator oder eine Photovoltaik (Umwandlung von Licht in Strom) steht. Strom gibt daher die Möglichkeit der 2-Phasen-Umrüstung. Überall wo es sinnvoll ist, kann zuerst auf Strom umgerüstet werden. Dann muß nur noch dafür gesorgt werden, daß auf der anderen Seite der Steckdose eine Energiegewinnung aus Sonnenenergie steht. Sinnvoll ist eine Umrüstung auf Strom überall dort, wo dadurch der Verbrauch an Primärenergie auch bei einer Stromerzeugung in einem kalorischen Kraftwerk reduziert wird. Doch wie sieht es mit der Möglichkeit aus, Strom direkt von der Sonne zu bekommen?
Nehmen wir einmal an, wir wollten diese 34.000 kWh Pro-Kopf-Verbrauch an Endenergie mit Photovoltaik gewinnen. 100 kWh pro Quadratmeter und Jahr mit heutiger Technik. Zum Aufstellen von 1 m² Photovoltaik sind 2 m² Grundfläche erforderlich. Das ergibt 680 m² Aufstellfläche pro Kopf. In einem dicht besiedelten Kontinent wie Europa mit nicht einmal 7.000 m² pro Einwohner eine unsinnige Idee. Dazu kommt noch, daß eine beträchtliche Menge Energie für die Heizung im Winter verbraucht wird, im Sommer aber mehr Sonnenenergie anfällt.
Wir müssen aber von der zur Ende gehenden Reserveenergie wegkommen. Daher sind besser durchdachte Lösungsansätze erforderlich. Was aus diesen ersten Zahlenspielen schon zu erkennen ist: Ohne Energiesparen geht es mit der Sonnenenergie nicht. Doch Energiesparen hat mit Komfortverzicht nichts zu tun. Fragen Sie einen Bewohner der ehemaligen DDR, welcher von einem benzinsaufenden Trabi auf einen sparsamen westlichen Diesel umgestiegen ist. |

