Wärmerückgewinnung aus AbluftDie beste Wärmeisolierung hat keinen Sinn, wenn die Wärme mit der Abluft das Haus verläßt.Lüften ist in heutigen Häusern entweder eine sehr umständliche oder eine sehr verschwenderische Tätigkeit. Die Fenster werden ein paar Minuten geöffnet und dann wieder geschlossen, das ist die umständliche Methode. Wem das zu umständlich ist, der läßt die Fenster einfach einen Spalt weit offen.Bei manchen Häusern zieht es so durch Spalten und Ritzen, daß zusätzliches Lüften nicht mehr erforderlich ist. Das sind die verschwenderischen Methoden. Durch diesen Umstand kann bei den meisten Häusern die stündlich gewechselte Luftmenge nur geschätzt werden. Nur bei Gebäuden mit geregelter Lüftung ist die Luftmenge genau bekannt. So wurde in Amerika und Schweden nach der Energiekrise die Außenluftrate pro Kopf auf 8 bis 9 m³/h herabgesetzt. Dies hatte das "sick building syndrome" zur Folge. Hierunter versteht man Hals- und Nasenkrankheiten, trockene Lippen, Augen-Irritationen, Müdigkeit, die man auf Gerüche und eine Vielzahl möglicher Schadstoffe zurückführt. Für extrem kalte Tage wird ein GEMINI Haus mit 100 m³/h belüftet. Das sind auch bei 4 Bewohnern immer noch 25 m³/h. Bei schlecht isolierten Systemen spielt der Lüftungswärmeverlust keine überwältigende Rolle. Doch bei dem gewählten zylinderförmigen Baukörper würde bereits bei k=0.14 und 100 m³/h die Lüftung genau soviel Energie wie der Transmissionswärmeverlust verbrauchen. Um den Wärmeverlust zu vermindern, muß die Abluft ihre Wärmeenergie an die Zuluft abgeben. Südlich von Schweden sind solche Geräte für den privaten Gebrauch weitgehend unbekannt. Geräte für den gewerblichen Einsatz hingegen sind mit der Zielsetzung kompakter Abmessung und eines hohen Luftdurchsatzes konstruiert. Dafür verzichten diese Geräte auf die letzten Prozente an Wirkungsgrad. |

