Innenarchitektur
Ein zylinderförmiges Haus erfordert eine komplett andere Innenarchitektur als die üblichen Vierecke. Als erschwerend kommt die Konzentration der Fenster auf der Sonnenseite hinzu.
Im Lastenheft wird die Forderung nach mehr Stauraum in den Möbeln erhoben, einige Seiten weiter wird nachgerechnet, daß bei gleicher Nutzfläche ein Zylinder kürzere Wände als ein Rechteck hat. Also wohin mit mehr Möbel für mehr Stauraum entlang kürzerer
Wände?
- 1.) Außenwand im hinteren Bereich. Von innen nach außen Holz, Isolierung und eine dünne Fassade.
- 2.) Außenwand im vorderen Bereich. Dicker als im hinteren Bereich wegen des Platzbedarfs für die verschiebbare Isolierwand und das Fenster.
- 3.) Fenster im geschlossenen Zustand. 2 raumhohe Fenster können in die Wand links und rechts der Fenster verschoben und auf diese Weise geöffnet werden.
- 4.) Einer von 11 senkrechten Rohren des Innenskeletts aus Stahl. Die 11 Steher des Innenskeletts bilden einen Ring um den Wohnkreis und bilden die Aufhängepunkte für die Türmöbelmodule.
- 5.) Eines von 10 Türmöbelmodulen. Diese Module bilden die Grundlage für die gute Raumausnützung in einem GEMINI Haus. Jedes Modul ist an einem Steher des Innenskeletts wie eine Tür schwenkbar gelagert. Die Module können bis maximal 50 cm dick sein. Die
Module bilden Zimmertüren oder den Zugang zu den dahinterliegenden begehbaren Schränken.
Eine Vielzahl verschiedener Module ermöglich eine individuelle Einrichtung. Um nur einige zu nennen: Einfache Tür, Schreibtisch, Platz für TV und Stereoanlage, doppelseitiges Bücherregal.
Die doppelseitigen Regale sind hier besonders interessant, da dies eine maximal dreifache Staffelung der Einrichtung bedeutet: Die beiden Seiten des Türmöbelmoduls und der dahinterliegende Raum. |