Kühldecke statt FußbodenheizungGeschlossene Kühldecken haben einen Wärmeübergang von 9...14 W/m²K. Dies mit etwa 60% für die Strahlung und 40% für Konvektion. Damit sind Kühllasten von 60...80 W/m² möglich.Das Temperaturgefälle in der Aufenthaltszone ist dann unter 1 K/m. Bei 100 m² installierter Kühldecke kann somit 6...8 kW Wärme entzogen werden. Da aber wesentlich weniger Kühlleistung benötigt wird, kann die Anlage mit einem noch geringeren Temperaturgefälle betrieben werden. Damit wäre die erste der beiden Fragen hinreichend beantwortet.Die zweite Frage wurde eigentlich bereits im letzten Kapitel über Wärmepumpen beantwortet. Der Stromeinsatz bei der Wärmepumpe kann dabei wesentlich günstiger als das übliche 1:3 Verhältnis gestaltet werden. Dieses durch die Leistungszahl ausgedrückte Verhältnis zwischen eingesetztem Strom und gewonnener Wärme wird umso günstiger, je wärmer das Medium ist, dem Wärme entzogen wird. Zusammen mit der Technik das Leitungswasser mit der Kühldecke von 10 Grad auf etwa 20 Grad vorzuwärmen, ergibt dies einen minimalen Stromeinsatz zur Warmwasserbereitung. Dies hat übrigens zur Folge, daß ein GEMINI Haus fast immer bei einer höheren Innenraumtemperatur einen geringeren Energieverbrauch hat, als bei den ungemütlich kühlen 18 Grad, die heute zum Energiesparen empfohlen werden. Diese Umkehrung der Verhältnisse zeigt, wie komplett anders ein GEMINI Haus ist.
Jede Maschine ist für bestimmte Arbeitsbedingungen optimiert. So sind Wärmepumpen für Heizung und Warmwasser auf einen Bereich von 5 Grad bis 15 Grad auf der kalten Seite optimiert. Werden hingegen ständig 20 Grad bis 25 Grad angeboten, so steigt die Leistungszahl nicht in dem theoretisch zu erwartenden Umfang. Nicht nur das! Auch die Lebensdauer der Wärmepumpe kann dadurch vermindert werden, weil bei dem hohen angebotenen Temperaturniveau der Kompressor ständig unter Vollast läuft. Die Konstruktion der Wärmepumpe muß daher für einen höheren Temperaturbereich auf der kalten Seite ausgelegt werden. |

