Strategie beim WärmehaushaltEin Zuviel an Wärme im Innenraum wird über die Kühldecke an den Untergrund abgegeben.Der Boden unter dem Haus wird damit wärmer als der Boden in der Umgebung, kann aber nie die Temperatur des Innenraums erreichen. Der Temperaturunterschied kann nur immer kleiner werden.Es ist daher günstig, wenn die Bewohner an sonnigen Wintertagen eine höhere Raumtemperatur zulassen, weil dadurch der Untergrund auf eine höhere Temperatur gebracht werden kann. Dies ist eine komplette Umkehrung der Verhältnisse! Der Bewohner eines konventionellen Hauses, der an einem kalten, klaren Wintertag auf 28o heizt, ist eindeutig ein Verschwender. Bei einem GEMINI Haus ist er hingegen eher ein Energiesparfanatiker. In den meisten Fällen wird der Untergrund nicht so warm sein, daß er direkt ohne Wärmepumpe zum Heizen des Hauses verwendet werden kann. Doch der Stromeinsatz der Wärmepumpe wird durch den erwärmten Untergrund deutlich vermindert. Also einfach immer an sonnigen Tagen den Untergrund erwärmen, um bei düsterem Wetter die Wärme nützen zu können? Nein! So einfach wäre die Strategie nur im Hochgebirge, wo es auch im Sommer kühler ist, als es dem menschlichen Wohlbefinden dienlich ist. Also in einer Lage, wo Kälte ständig verfügbar und an Wärme ständiger Mangel herrscht. Doch in den üblichen menschlichen Siedlungsgebieten soll der Untergrund auch als Kältespeicher zum Kühlen im Sommer dienen. Also soll der Untergrund im Winter so warm wie möglich und im Sommer so kalt wie möglich sein. Mit dieser Forderung ist eindeutig das Gebiet einfacher Temperaturregelung verlassen. Hier genügt es nicht mehr, ein paar Meßdaten auszuwerten, um zu einem optimalen Ergebnis zu kommen. Es muß auch abgeschätzt werden, was in der Zukunft benötigt wird. An einem sonnigen Novembertag kann zum Beispiel davon ausgegangen werden, daß noch eine Menge kalter Tage kommen werden, daher: Wärmeüberschüsse voll zum Erwärmen des Untergrundes ausnützen. Ganz anders hingegen bei genau dem gleichen Wetter im Februar: Hier sind von der Jahreszeit her kaum noch viele kalte Tage zu erwarten. Daher Ausfahren des Sonnenschutzes vor die Fenster, um keinen Wärmeüberschuß zu bekommen. Doch wer soll all diese komplizierten Regelungsaufgaben übernehmen? |

